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40 Demos in 13 Monaten für die Lausitz

am 16. November war es soweit: Vor genau einem Jahr haben wir die Koalitionsverhandlungen zu einem möglichen Jamaikabündnis mit einer Mahnwache begleitet. Seitdem weht ein rauer Wind für die Beschäftigten in den Tagebauen und Kraftwerken. In den Jamaikaverhandlungen wurden die ersten Zahlen für Kraftwerksabschaltungen gehandelt, bis Christian Lindner die Verhandlungen am 19. November 2017 platzen ließ. Das war der Anfang eines Jahres mit satten 40 Demonstrationen und Mahnwachen in Berlin, der Lausitz, dem Rheinischen Revier, Nürnberg, Hamburg und vielen weiteren Orten.

Marco Bedrich

40 Demos in 13 Monaten für die Lausitz

Nach dem Scheitern der Jamaikaverhandlungen folgten die langen Verhandlungen zur großen Koalition. Ob vor dem Konrad-Adenauer-Haus oder dem Willy-Brandt-Haus – wir waren lautstark mit unseren Forderungen dabei. Auch durch unsere gemeinsamen Aktionen ist es gelungen sofortige Kraftwerksabschaltungen im Koalitionsvertrag zu verhindern. Stattdessen wurde durch die neue Regierung eine Kommission mit dem Namen „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ geschaffen. Die sogenannte Strukturkommission soll die Weichen für einen vernünftigen Strukturwandel in den Kohlerevieren stellen und ein Ausstiegsdatum aus der Kohleverstromung finden. Das Ergebnis soll einen möglichen Konsens zwischen allen Betroffenen wiederspiegeln. Neben Umweltverbänden sind entsprechend auch die IGBCE und der DGB in der Kommission vertreten. Unsere Forderungen sind klar: Der Kohleausstieg darf nicht auf den Schultern der Beschäftigten ausgetragen werden! Die Lausitz darf keinen weiteren Strukturbruch erfahren! Unseren Forderungen haben wir Nachdruck verliehen und begleiten seitdem die Strukturkommission mit Mahnwachen und Demonstrationen. Das Lausitzer Highlight war die Demo in Weißwasser und Großräschen mit 3.000 Teilnehmern. Auch im Rheinland waren wir unter den 25.000 Demonstranten vertreten. Wir haben es unseren lautstarken Kolleginnen und Kollegen bei den Mahnwachen vor Ort zu verdanken, dass die Strukturkommission bis zum Februar verlängert wurde. Danke!

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